Du wolltest nur kurz
deine Likes checken.
Der Feed
wollte mehr.
Gekaperte Aufmerksamkeit kennt keine Altersgrenze. Wir setzen dort an, wo das Geschäftsmodell manipuliert.
Fast ein Drittel der Zeit auf Social Media verbringen Erwachsene gegen die eigene Absicht – im Autopiloten, ohne echte Entscheidung (Allcott, Gentzkow & Song, American Economic Review 2022). Das ist kein Zufall: Bezahlt wird jede Minute unserer Aufmerksamkeit, auch die ungewollte – und Altersgrenzen oder mehr Medienkompetenz, so wichtig der Schutz der Jüngsten ist, ändern daran nichts, solange das Geschäftsmodell dahinter bleibt.
Legitimes Geschäftsmodell vs. Manipulation.
Wir wollen Social Media nicht abschaffen – sondern dem Geschäft mit Manipulation und Sucht den Stecker ziehen.
Wir fordern eine einheitliche europäische Regelung, die an der Ursache ansetzt: ein Stoppschild, das den Autopiloten anhält und dir die Kontrolle zurückgibt. Denn erst wenn sich die ungewollte Minute nicht mehr lohnt, konkurrieren Plattformen wieder darum, dir etwas zu bieten, statt dich gegen deine Absicht zu halten. Erst dann verliert die Manipulation hinter suchtähnlichem Scrollen, hinter psychischen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen, hinter einem Feed voller Wut und Empörung ihren finanziellen Anreiz.
Die Regeln werden jetzt geschrieben.
Du entscheidest mit, wer am Ende profitiert: Big Tech – oder wir alle.
Die Politik debattiert gerade, welche Regeln für Social Media gelten sollen – und die Plattformen hinter dem Milliardengeschäft haben ein Interesse daran, dass mit Altersgrenzen & Co. die Debatte endet, bevor sie ihr Geschäftsmodell erreicht. Wir stellen uns dagegen und legen den Finger in die Wunde: Wer nur auf die Jüngsten schaut, behandelt Symptome und lässt die Ursache unangetastet. Je mehr wir sind, desto schwerer sind wir zu überhören.